E&G: Wie entwickelt sich die Eurozone nach der Finanzhilfe?

19.08.2010 | Stuttgart
Rückfall in die Rezession droht nur einzelnen Staaten in Europa Stuttgart, 19. August 2010 Als es hart auf hart kam, wurde die Eurozone "um jeden Preis" verteidigt. IWF, EU, EZB und die Mitglieder der Eurozone entschlossen sich zu massiven Interventionen.

Die Experten von ELLWANGER & GEIGER schätzen ein, welche Folgen diese fiskalischen Konsolidierungsmaßnahmen auf das künftige Wirtschaftswachstum haben werden.

"Die jüngsten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die Eurozone auch nach dem zu erwartenden Abflauen des Deutschland-Aufschwungs nicht als Ganzes in die Rezession zurückfallen wird", bewertet Helmut Kurz von ELLWANGER & GEIGER die Entwicklungen. Für die Sorgenkinder Europas gilt allerdings etwas anderes: Die Länder der Peripherie werden durch die erforderlichen Haushaltskonsolidierungen, ihre Exportschwäche und ihre geringe internationale Wettbewerbsfähigkeit eine Phase der Schrumpfung beziehungsweise Stagnation erleiden müssen. Erst danach können erfolgreiche Haushaltskonsolidierungen sowie eine durch Lohndeflation und Euroabwertung verbesserte relative Wettbewerbsfähigkeit dort zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Belebung führen.

Die Kehrseite deflationärer Tendenzen sei aber der Anstieg der realen Schuldenlast. "Das dürfte besonders Banken in Spanien und Irland belasten, die auf Grund der geplatzten Wohnimmobilienblasen ohnehin unter zunehmenden Kreditausfällen leiden", so Patrick Nass von ELLWANGER & GEIGER.

"Insgesamt sind wir für Spanien, Italien, Portugal und Irland deutlich optimistischer als für Griechenland", prognostiziert Helmut Kurz. Letztendlich ist die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung davon abhängig, ob es gelingt, die staatlichen Haushalte wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig Wachstum fördernde Rahmenbedingungen zu erhalten beziehungsweise zu schaffen. Das ist für Griechenland besonders schwierig...

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Quelle: Pressemeldung Bankhaus Ellwanger & Geiger KG

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