Kerngeschäft der Banken ist und bleibt die Kreditversorgung

22.03.2010 | Berlin
"Eine Sonderabgabe für Banken muss durch eine differenzierte Ausgestaltung dem Verursacherprinzip Rechnung tragen." Nach Auffassung des Präsidenten des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, sollen Banken eine Abgabe leisten, wenn der Anteil von Krediten an mittelständische Betriebe und private Haushalte unter 80 Prozent liegt.

"Das Kerngeschäft der Banken ist und bleibt die Kreditversorgung von Unternehmen und Privathaushalten, und nicht Zockerei."

Bei der Prüfung müsse Genauigkeit vor Geschwindigkeit gehen. "Wahlkampf ist ein sehr schlechter Berater", warnte der Mittelstandspräsident. Die Bundesregierung dürfe nicht über das Ziel hinausschießen und alle Banken über einen Kamm scheren. Zunächst müssten die Banken Risikobilanzen erstellen. Diese zeigten das tatsächlich eingegangene Risiko an, weil sie auch Stillhaltergeschäfte bei Optionen und den Handel mit Futures umfassen, die nicht oder nur teilweise in herkömmlichen Bilanzen auftauchten.

Aus der Risikobilanz werde ersichtlich, so Ohoven, wie stark ein Geldinstitut zur Kreditfinanzierung der Wirtschaft beitrage. Wirtschaftswachstum setze die aktive Bereitschaft der Banken voraus, gerade Klein- und Mittelbetrieben entsprechende Kreditvolumina zur Verfügung zu stellen. Investment Banking sei zwar lukrativer, aber erheblich risikoreicher. "Wir schlagen vor, dass nur solche Kreditinstitute eine Bankenabgabe entrichten müssen, in deren Risikobilanz mehr als 20 Prozent auf das Kreditersatzgeschäft oder außerbilanzielle Transaktionen entfällt."

Quelle: Pressemeldung Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.

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