Nur Entlastung sichert Wachstum

16.08.2010 | Berlin
Für ein umfassendes steuerpolitisches Konzept hat sich der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ausgesprochen. "Klein-Klein in der Steuerpolitik ist der falsche Weg. Zur Verstetigung des wirtschaftlichen Aufschwungs bedarf es einer abgestimmten Kombination aus Steuerentlastung und Steuervereinfachung.

Eine Steuerreform mit einem Entlastungsvolumen von 500 Millionen Euro greift zu kurz und verdient diesen Namen nicht."

Grundlage für eine wachstumsorientierte Steuerpolitik könne das Steuerreformpaket der FDP vom April sein. Der darin vorgesehene 5-Stufen-Tarif würde den Mittelstandsbauch weitgehend beseitigen und die überproportional starke Belastung mittlerer Einkommen spürbar mindern, so Ohoven. "Die im schwarz-gelben Koalitionsvertrag festgeschriebene Steuerentlastung von Betrieben und Bürgern steht nach wie vor auf der politischen Agenda", betonte der Mittelstandspräsident. Wachstum entstehe nur durch Entlastung und nicht durch Belastung.

Die Diskussion über Steuererhöhungen müsse endlich ein Ende haben, betonte Ohoven. "Jeder neue Dreh an der Steuerschraube ist Gift für Investitionen und damit Wachstum. Ein höherer Spitzensteuersatz würde den vom Mittelstand getragenen Aufschwung abwürgen." Ohoven wies darauf hin, dass heute rund ein Viertel der Steuerzahler für 80 Prozent der Einnahmen aufkommen. Diese starken Schultern dürften nicht überfordert werden. "Es wäre fatal, die wachstumsförderliche Erholung bei den Bruttoinvestitionen durch höhere Steuern für diejenigen zu gefährden, die Investitionsbereitschaft zeigen."

Quelle: Pressemeldung Bundesverband mittelständische Wirtschaft e.V.

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